Das HMT-Frühwarnsystem zur Überwachung von europäischen Unternehmens- und Staatsanleihen

Das frühzeitige Erkennen von negativen Entwicklungen bei Staats- und Firmenanleihen ist in einer Welt niedriger Zinsen für die Gesamtrendite des institutionellen Investors existenziell. Wir empfehlen Ihnen die Frühwarnsysteme für Bonitätsrisiken von unserem langjährigen Kooperationspartner, der HMT AG.

Das Risikomanagementtool der HMT RiskControl ist ein Frühwarnsystem für Bonitätsrisiken und weist frühzeitig auf erhöhte Risikoniveaus bei europäischen Unternehmens- und Staatsanleihen hin.

Ziel des Frühwarnsystems

  • Ziel ist es, dem Investor eine regelmäßige und automatisierte Überwachung seiner Staatsanleihebestände zu ermöglichen.
  • Das System liefert Frühwarnsignale für diejenigen Emittenten, bei denen das Risiko einer Spread-Ausweitung durch eine Bonitätsverschlechterung deutlich ansteigt.
  • Zusätzlich werden Kauf- und Verkaufsentscheidungen in Abhängigkeit von der Risikoneigung des Investors unterstützt.

Aufbau des Frühwarnsystems

  • Kern des Systems ist die Fundamentalanalyse, die um schnelle technische Indikatoren sowie die Meinung von Analysten und Insidern ergänzt wird.
  • Die vollständige Automatisierung von Datenbezug, Analyse und Reporting stellt eine zeitnahe Verarbeitung von Informationen sicher.
  • Im Fokus stehen börsennotierte Unternehmen und Staaten aus dem EWR-Raum, für die wir die höchste Prognosegüte erreichen.

Ihre Vorteile:

  • Bereitstellung eines professionellen, umfassenden Risikomanagementsystems für Bonitätsrisiken.
  • Frühwarnfunktion über die Darstellung einer Entwicklung des Emittenten im Zeitablauf.
  • Automatisierte Überwachung von Unternehmens- bzw. Staatsanleihebeständen.
  • Watch-List durch den Ausweis „kritischer“ bzw. zu überprüfender Emittenten.
  • Die Berichte/Informationen werden regelmäßig, zeitnah und in strukturierter Form bereitgestellt.
  • Individuelle, flexible Berücksichtigung von Kundenwünschen.
  • Kündigungsmöglichkeit ohne nachlaufende Kosten.
  • Das System wird seit Jahren erfolgreich von institutionellen Investoren eingesetzt.

Stefan Schuckmann zum HMT RiskControl – Frühwarnsystem für Bonitätsrisiken

Vita: Stefan Schuckmann

Studium

  • Diplom-Kaufmann, Bankkaufmann

Berufliche Stationen:

  • Seit 2016 Leiter Risikomanagement der HM Trust AG
  • Seit 2014 Geschäftsführer der HMT RiskControl GmbH
  • Seit 2010 bei der HM Trust AG
  • Vorherige Stationen in Bankwirtschaft und Unternehmensberatung

Herr Schuckmann beantwortet Fragen institutioneller Anleger zur Funktionsweise des Frühwarnsystems

Welche Bedeutung hat das Bonitätsmanagement für ein erfolgreiches Rentenportfoliomanagement institutioneller Investoren im aktuellen Kapitalmarktumfeld?
Stefan Schuckmann: In den letzten Jahren haben viele institutionelle Investoren aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ihr Anlagespektrum sukzessive erweitert. Im Staatsanleiheportfolio hat sich die Diversifikation deutlich erhöht und Investoren haben zunehmend auch in Anleihen kleinerer und häufig auch bonitätsschwächerer Staaten investiert, die bis dahin typischerweise in den Portfolien klassischer institutioneller Anleiheinvestoren kaum vertreten waren. 

Ähnliches gilt für Unternehmensanleihen. Auch hier hat die Breite in den Portfolien institutioneller Investoren in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen. Auf der Suche nach Rendite waren Anleihen von Emittenten mit schlechteren Bonitäten gefragt. Zudem waren durch das für die Unternehmen günstige Finanzierungsniveau zahlreiche Emittenten erstmals am Primärmarkt aktiv.

In der Rückschau war dieses Vorgehen bislang ökonomisch erfolgreich. Das nicht zuletzt durch geldpolitische Aktivitäten der Notenbanken immer weiter absinkende Zinsniveau hat zu einer auskömmlichen Performance in den Anleiheportfolios geführt.

Mittlerweile sind die Renditen allerdings auf bislang nicht gekannte Niveaus gesunken, so dass sich nicht nur die Frage des allgemeinen, unsystematischen Rendite-/Risikoverhältnisses aufdrängt. Nicht zuletzt, weil sich in dieser Phase auch Unternehmen schwächerer Bonität nahezu problemlos am Kapitalmarkt zu scheinbar attraktiven Konditionen finanzieren konnten, tritt auch die Frage nach systematischen Insolvenzrisiken mehr und mehr in den Vordergrund.

In Zeiten knapper Zinserträge fallen Insolvenzen im Anleihebestand besonders ins Gewicht, weil die Cashflows aus Kupons den Schaden durch ausbleibende Zahlungen im Falle eines Ausfalls nicht mehr kompensieren können. 

Warum genügen die Ratings der etablierten Agenturen den Anforderungen nicht?
Stefan Schuckmann: Die Ratings der etablierten Agenturen haben sich in der Vergangenheit nur bedingt als geeignete Indikatoren für die Kreditqualität von Anleiheemittenten erwiesen. Insbesondere bei dynamischen Marktentwicklungen reagieren Ratings zu träge und laufen dem relevanten Risiko einer Spreadausweitung in der Regel deutlich nach. 

Um den wirtschaftlichen Schaden einer Insolvenz im Portfolio zu mindern oder sogar vollständig zu vermeiden, sind Frühwarnsysteme erforderlich, die aus den verfügbaren Kapitalmarktdaten Indikatoren für die jeweiligen Emittenten ableitet, die signifikante Bonitätsveränderungen zeitnah anzeigen und auf eine erhöhte Insolvenzgefahr hinweisen.  

Wie geht das HMT Frühwarnsystem vor?
Stefan Schuckmann: Das HMT Frühwarnsystem zielt darauf ab institutionelle Investoren bei der täglichen Überwachung ihrer Anleiheportfolien zu unterstützen. Im Rahmen eines täglichen Scorings zeigen das System hierbei diejenigen Papiere auf, für deren Emittenten eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos angenommen werden muss.

Grundlage der Bonitätseinschätzung für Unternehmensanleihen ist beispielsweise eine klassische Kreditanalyse, die etablierte Kennzahlen und Risikoindikatoren verwendet, um beispielsweise Verschuldungsgrad, Bilanzstruktur und Profitabilität des betrachteten Unternehmens auszuwerten. Zu diesem Kreditscoring tritt eine Marktdatenanalyse hinzu, die beispielsweise technische Aktienindikatoren und CDS-Preise betrachtet und zu einem Marktscore verdichtet. In einem dritten Schritt werden Sentimentdaten, wie Analysten-Meinungen und Insider-Transaktionen, herangezogen und zu einem Score aggregiert. Aus diesen drei Teilscores wird ein Gesamtscore ermittelt, der diese zu einer umfassenden Bonitätsbewertung zusammenführt. Das Vorgehen bei Staatsanleihen ist an dieses dreistufige Verfahren angelehnt.

Welchen Mehrwert bieten das HMT Frühwarnsystem im Rentenportfoliomanagement?
Stefan Schuckmann: Durch die Anreicherung der langsamen und nur periodisch angepassten Fundamentaldaten um schnellere marktbasierte Daten unterstützt das Frühwarnsystem Investoren effizient bei der täglichen Überwachung von Anleihe-Portfolios. Die Portfoliomanager der HMT erhalten für die von ihnen verantworteten Bestände jeden Morgen eine tagesaktuelle Bonitätsbewertung und können so frühzeitig auf Entwicklungen im Portfolio reagieren.

Die vollständige Automatisierung von Datenbezug, Analyse und Reporting stellt eine zeitnahe Verarbeitung von Informationen sowie eine umfassende, integrierte Berücksichtigung unterschiedlicher Einflussfaktoren sicher. Hierbei lassen sich auch breite Portfolien mit einer Vielzahl von Emittenten in einem geregelten Prozess fortlaufend auswerten.

Die Frühwarnsignale aus der kontinuierlichen Analyse der Bestände im Zeitablauf versetzen den Portfoliomanager in die Lage frühzeitig auf negative Entwicklungen zu reagieren und Verluste aufgrund von Ausfällen oder von bonitätsinduzierten Marktturbulenzen zu vermeiden.

Wie erhalten institutionelle Anleger Zugang zu den Informationen des HMT Frühwarnsystems?
Stefan Schuckmann: Institutionelle Investoren können auf unterschiedliche Weise von den HMT Frühwarnsystemen profitieren und auf kosteneffiziente Art und Weise eigene Investitionen in Personal, Technik und Marktinformationssysteme für den Aufbau eines eigenen Bonitätsmanagementsystems vermeiden.

Zum einen erstellt die HMT für Mandanten regelmäßige Bonitätsreports für eine vom Kunden übermittelte Emittentenliste. Neben der Erstellung der individuell anpassbaren Reports steht die HMT hierbei ihren Mandaten auf Wunsch auch mit Hinweisen und weitergehenden Erläuterungen zu außergewöhnlichen Entwicklungen im betrachteten Universum zur Seite.

Zum anderen kommen die Informationen in den von der HM Trust verwalteten Fondsmandaten zum Einsatz. Die Frühwarnsignale sind hierbei integraler Bestandteil des Investmentprozesses und stellen so die fortlaufende Überwachung der Kreditqualität im Portfolio sicher.

Sie sind interessiert an weiteren Informationen zum HMT Frühwarnsystem?

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Erich Schilcher
AGATHON CAPITAL

Mail: erich.schilcher@agathon-capital.de
Telefon: 0221 975868-31