Macro-Update April: Zyklus & Märkte

  • Martin Roßner, Gründer und Geschäftsführer ThirdYear Capital

Research Global: Konjunktur zwischen Energiedruck und technologischer Resilienz

Die aktuellen Hochfrequenz-Daten sprechen eine deutliche Sprache: Der Einfluss gestiegener Energiepreise auf die globale Konjunktur ist mittlerweile schwarz auf weiß in den Konsumentenumfragen messbar. Einige Kurzfrist-Indikatoren flirten bereits mit rezessionären Niveaus.

Was das für die kommenden Monate bedeutet, analysiert Martin Roßner - Geschäftsführer von unserem Partner ThirdYear Capital und Fondsberater des ART Global Macro - in seinem neuesten Global Research-Bericht wie folgt:

Veränderungen und Ausblick

⚠️Das unterschätzte Risiko: Während die Märkte (Blick auf die Forward-Kurven) derzeit von einer Entspannung ausgehen, bleibt ein langes Andauern der Energiekrise ein greifbares zyklisches Risiko.

🌍Politik als Puffer: Deutschland und weite Teile Asiens steuern mit gezielten Entlastungspaketen gegen. Dass die Bundesregierung etwa zeitgleich mit dem Stocken internationaler Energie-Verhandlungen reagierte, stützt die derzeit noch resiliente Ausgangslage.

🇺🇸 US-Sonderweg durch KI: In den USA beobachten wir eine spannende Entkoppelung. Der exponentielle Anstieg der KI-Investitionen wirkt dort als Wachstumstreiber, der weitgehend unabhängig von kurzfristigen Energieschwankungen bleibt.

 

Regionale Auswirkungen globaler Entwicklungen

Amerika
Höhere Energiepreise verursachen noch keine Trendumkehr in wichtigen Wirtschaftssektoren.

Europa, Mittlerer Osten & Afrika
Politische Unterstützung entgegnet Straffungsrisiken aus höheren Energiepreisen und Zinsen.

Der Energiepreisschock belastet insbesondere kleinere und offenere Volkswirtschaften in EMEA.

Asien & Pazifik
Politische Unterstützung entgegnet Straffungsrisiken aus höheren Energiepreisen und Zinsen.

Das positive Umfeld für Rohstofflieferanten unterstützt die Konjunktur in Ozeanien.

Fazit: Die Weltwirtschaft befindet sich größtenteils noch in der „Mid“-Phase des Zyklus. Doch Vorsicht ist geboten: Kleinere, offenere Volkswirtschaften wie das Vereinigte Königreich oder Schweden bewegen sich bereits auf deutlich riskantere Straffungsphasen zu.

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