Macro-Update Juli: Zyklus & Märkte

  • Martin Roßner, Gründer und Geschäftsführer ThirdYear Capital

Research Global: Makroökonomische Warnsignale - Steuern wir auf neue Krisen zu?

 

Die Überwindung der Energiekrise könnte den Weg für gesunde Wirtschaftszyklen ebnen. Allerdings warnt Martin J Rossner - Geschäftsführer von unserem Partner ThirdYear Capital und Fondsberater des ART Global Macro – im Rahmen seiner aktuellen Analyse: „Im Schatten der alltäglichen Schlagzeilen braut sich eine ernsthafte wirtschaftliche Dynamik zusammen: Die weltweiten makroökonomischen Ungleichgewichte bei Staats- und Zahlungsbilanzdefiziten haben ein historisch kritisches Ausmaß erreicht.“ 

Die wichtigsten Kernpunkte aus dem neuesten Global Research-Bericht im Überblick:

🇺🇸 US-Wirtschaft widerstandsfähig: Der KI-Boom schwappt zwar nur begrenzt auf die Realwirtschaft über, aber Kredit-, Arbeits- und Häusermarkt stabilisieren sich. Der Privatsektor steht solide genug da, um auch moderate Zinserhöhungen zu verkraften.

‼️KI-Risiken im Blick: Die teils extrem hohen Bewertungen im KI-Sektor stellen mittlerweile ein ernstzunehmendes Risiko für den Aktienmarkt und die Konjunktur dar.

🌍Globale Ungleichgewichte & Dämpfer: Geopolitische Spannungen und eine schwache Nachfrage aus China kühlen die Weltwirtschaft ab. Gleichzeitig wachsen die Handelsdefizite des Westens gegenüber den massiven Handelsüberschüssen Chinas. Noch sind diese "Twin-Deficits" nicht akut spürbar – ähnlich wie vor der Finanzkrise 2008 könnten sie im Falle eines Schocks jedoch wie ein Brandbeschleuniger wirken.
 

Regionale Auswirkungen globaler Entwicklungen

Amerika
Temporär höhere Energiepreise verursachen noch keine Trendumkehr in wichtigen Wirtschaftssektoren.

Europa, Mittlerer Osten & Afrika
Politische Unterstützung wirkt Straffungsrisiken aus höheren Energiepreisen und Zinsen entgegen.

Der Energiepreisschock belastet insbesondere kleinere und offenere Volkswirtschaften in EMEA.

Asien & Pazifik
Politische Unterstützung entgegnet Straffungsrisiken aus höheren Energiepreisen und Zinsen.

Das positive Umfeld für Rohstofflieferanten unterstützt die Konjunktur in Ozeanien.

Fazit zur aktuellen Konjunkturlage: Bleiben neue Krisen aber aus, könnte der Privatsektor noch dieses Jahr eine späte Zyklusphase erreichen und sich von der Abhängigkeit großer Staatsdefizite befreien.

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